Kurzbio

 

 

 

 

 

 

 

Am 27. April 1986 wird Carmen Rebecca in Graz geboren und wächst in Rohrbach auf, einem ländlichen Ort nahe der Stadt.

 

Der Mutter fällt zum ersten Mal der frühe Hang ihrer Tochter zu Worten auf, als sie in einem Schreiben vermerkt: Carmen Rebecca ist gerade einmal vierzehn Monate und sie interessiert sich kein bisschen für das fertige Spielzeug das wir ihr geschenkt haben, stattdessen greift sie nach allen Büchern in den Regalen und blättert diese durch. Dabei wird sie immer ganz enthusiastisch und redet völlig überzeugt von ihrer Sache auf mich ein, aber ich verstehe kein Wort davon, weshalb ich nur verständnisvoll nicke und ihr zustimme.

 

Wie alle Kinder liebt auch Carmen Rebecca die abendlichen Gutenachtgeschichten und schon früh entwickelt sich der Wunsch, dass sie eines Tages Autorin werden möchte.

 

1992 bis 1996 besucht Carmen Rebecca die Grundschule in Hitzendorf, wo ihre Liebe zum geschriebenen Wort sich auffällig zeigt und so verbringt sie mehr Pausen in der Leseecke als auf dem Schulhof. Ihre Grundschullehrerin fördert das junge Talent und lässt sie immer wieder eigene Aufsätze, Schularbeiten und Geschichten vorlesen.

 

1997 verlässt sie nach nur einem Jahr das Gymnasium, da sie, wie sie sagt, Schriftstellerin werden möchte und ihr bei dem zeitraubenden Stundenumfang keine Zeit zu schreiben bleibe.

 

Von 1997 bis 2000 besucht sie die Hauptschule in Hitzendorf, wo sie an einem Schreibwettbewerb teilnimmt und jenen als beste Autorin ihrer und anderer Schulen gewinnt. Dennoch wird sie auf ihrem Weg zur Schriftstellerei nicht weiter unterstützt, denn man sagt ihr, dies sei kein Beruf.

 

Bis 2001 besucht sie die polytechnische Schule in Hitzendorf, um danach im Februar 2002 eine Lehre als Bürokauffrau zu beginnen, da sie sich unter dem Begriff Schriftverkehr die Nähe zur Schriftstellerei verspricht. Nach nur eineinhalb Jahren in diesem Lehrverhältnis, einer schwer depressiven Phase in der sie zu selbstverletzenden Handlungen neigt, und einem Selbstmordversuch, entscheidet sie sich dazu die Lehre abzubrechen, um Schriftstellerin zu werden.

 

Im Jahr 2004 besteht sie die Lehrabschlussprüfung zur Bürokauffrau mit ausgezeichnetem Erfolg.

 

In den darauffolgenden Jahren nimmt sie Jobs bei verschiedenen Callcenter Agenturen als Telefonistin an, in denen sie meist als Beschwerdestelle fungiert, um sich finanziell über Wasser zu halten während sie schreibt. Allerdings Tag für Tag mit der Unzufriedenheit anderer Menschen konfrontiert zu werden, ohne etwas daran ändern zu können, lässt sie bald resignieren. Aus der Erfahrung heraus nichts ändern zu können, projiziert sie die berufliche Situation, die sie ohnmächtig macht, auf ihr gesamtes Leben. Da ihr nichts anderes übrig bleibt, als sich die Beschwerden anzuhören, ohne die Möglichkeit zu haben, wirklich etwas verbessern zu können. So wird sie änderungsunfähig und bald auch handlungsunfähig, mit dem Bewusstsein der Gesellschaft nicht zu genügen und verfällt täglich einem komatösen Zustand, aus dem sie nur auszubrechen weiß, indem sie eben bricht.

 

Deshalb erkrankt sie von 2005 bis 2008 an einer Essstörung. Immer wieder verdrängt sie die Tatsache, dass sie sich nach den Mahlzeiten übergibt oder sich regelrechten Fressanfällen hingibt. Erst als sie für ein Monat aus diesem Alltagswahnsinn ausbricht, um im August 2008 in Schottland als Freiwillige auf einer Farm zu arbeiten, erkennt sie ihre Krankheit und gesteht sie sich selbst ein. Psychotherapeutische Hilfe nimmt sie keine in Anspruch um von der Krankheit loszukommen. In dieser Zeit arbeitet sie für Mercedes Wittwar in Graz, wo sie nach diesem Sommer als Informationsdame im Kundenempfand eingesetzt wird. Dort arbeitet sie bis Juni 2010, als sie kündigt und eine weitere Ausbildung zur Fitnesstrainerin macht.

 

Im Juli 2010 erhält sie die Diagnose Borderline Syndrom.

 

Den Herbst 2010 verbringt sie in einem Kloster in Schweden, Vadstena, in dem sie an ihrem Buch schreibt, um ihre Geschichte zu verarbeiten. Nach ein paar gemeinsamen Besuchen im Fitnesscenter, wird sie zur offiziellen Fitnesstrainerin der Nonnen ernannt.

 

Im Jahr 2011 verbringt sie mehrere Monate in Berlin, wo sie als Fitnesstrainerin arbeitet. Inspiriert von dieser kreativen Stadt vollendet sie ihren autobiographischen Roman "grenzwertig atmen", in dem sie ihr bisheriges Leben verarbeitet und zurücklässt um neu anzufangen.

 

Von September 2011 bis Ende 2012 betreut sie ein behindertes Kind als Schulassistentin.

 

Im Dezember 2012 findet ihre erste Lesung aus dem Buch "grenzwertig atmen" im Palais Hotel Erzherzog Johann in Graz statt.

 

Im April 2013 reist sie als Au Pair nach Cork/Irland, um dort drei Monate bei einer sechsköpfigen irischen Familie zu vebringen. Dort vollendet sie die Novelle "Atemstand", die mit der Novelle "Herzstand" 2014 in einem Band erscheinen soll.

 

Zurzeit studiert Carmen Rebecca Germanistik und arbeitet als Marketing- und PR-Managerin für die Bausoft Solution GmbH & Co KG.

 

Demnächst sollen die Novellen "Atemstand" und "Herzstand" in einem Buch erscheinen.

 

Derzeit konzentriert sich die Schriftstellerin auf ihren Blog "grenzwertig - color your demons", der sich mit den beiden konträren Themen Depressionen und Lebensfreude befasst.